Vor ein paar Tagen bin ich auf der Suche nach etwas Lesbarem zur Weitstrecke über das Buch
Long-Distance Pigeon Reacing
von
John Clements
aus dem Jahr 2007 mit einem Vorwort von
Alex Rans, Sekretär des Cureghem Centre, Belgien, Organisatoren des Internationalen Barcelona
gestolpert. Das Titelbild hat mich schon voll abgeholt. So wurde es früher halt gemacht. Die Tauben mit'm Zug da hingebracht und aufgelassen... Das Foto ist richtig gut :)
ISBN 9781847976697
In dem Buch finden Interviews von John Clements statt mit
- Herman Brinkman (Tuk, Steenwijk, Niederlande) - Jelle Outhuyse (Harlingen, Niederlande) - Mevr Deweerdt und Söhnen (Kortemark, Belgien) - Geoff und Catherine Cooper (Peasedown St John, Bath, England) - Robert Ben (Calais, Frankreich) - Alan Darragh (Cullybackey, Co. Antrim, Nordirland) - Hagens Brothers (Achthuizen, Niederlande) - Mark Gilbert (Windsor, England) - Brian Denney (Strensall, York, England)
Momentan bin ich grad mal ziemlich am Anfang, im Gespräch mit Herman Brinkman (rechts)
und er hat da schon einen guten Punkt auf die Frage hin ob er Fehler gemacht habe.
Das Buch gibt es auch physisch, aber in Deutschland schwierig oder teuer. Ich konnte einen Link finden, um es auf den eBook-Reader zu laden.
Diese ganzen ollen Schwarzweißfotos find ich gut in solchen Büchern. Sieht man mal wie das war damals, wo die das auch unter welchen Bedingungen gemacht haben. Vor einiger Zeit hab ich irgendwo im Internet eine Seite gefunden, da waren lauter olle Schläge anzusehen. So ganz einfache Holzkisten 2x4m, keine 2m hoch... Dachpappe draufgelegt... Keine schicken, durchdachten, gekauften Schlaganlagen. Sowas komplett selbstgebautes sieht man heute ja kaum noch.
Letztens mit einer Frau vom Bauamt geschrieben, um mich zu informieren wat man da möglicherweise einzuhalten hätte... Unglaublich wie man da von Beamten gegängelt wird... Allein auch der abwertende Tonfall von oben herab... Die schrieb gleich von Emisionsgutachten wegen der Lautstärke der Tauben, Gutachten zur Standsicherheit, Brandschutz, Abstandsgebote... Aussenberreich... lalalala... Da überlegste Dir doch dreimal ob man überhaupt mit solchen Leuten zu tun haben will und eher Risiken eingeht, anstatt sich bevormunden zu lassen. Nur... sowas wie damals, daß man sich da einfach irgendwas zusammenzimmert, wie bei diesen alten Schlägen. Fast undenkbar... Zumindest wenn man da legal bleiben will.
Moin pjOk, vielen Dank für deinen Beitrag und leider spiegelt das den Stellenwert in unserer heutigen gesellschaftlichen Lage wieder. Geflügel- und Brieftaubenzüchter werden mit Auflagen konfrontiert, die im Endeffekt unser Hobby an der Rand der gesellschaftlichen Entwicklung drückt. Aus Erfahrung kann ich aber nur beipflichten einen diplomatischen Draht zu den zuständigen Behörden wie Veterinäramt, Bauamt und Co. zu halten, um künftigen Ärger schon im Keim ersticken zu können.
Aus dem zweiten Kapitel, dem Gespräch mit Jelle Outhuyse.
Der letzte Satz – schöne Aussage! Das mit dem Geld... Allgemein ist mir das jetzt schon häufiger aufgefallen, daß die einzelne Taube bei den Weitstrecklern zum Teil mehr Wertschätzung erfährt. Kann das sein?
Moin, ich pflichte dir da bei. Die einzelne Siegertaube oder „Beste Taube“ wird gewissermaßen empor stilisiert. Es zeichnet sich irgendwie die Generierung einer Marke ab, an deren Ende bestenfalls ein Züchtername steht. Aber am Ende des Tages muss jeder für sich wissen, warum er das macht.
Zitat von Dharma im Beitrag #6Moin, ... Die einzelne Siegertaube oder „Beste Taube“ wird gewissermaßen empor stilisiert.
...
Diesen Marketingkram, mit dem die Leuten gemolken werden, meine ich nicht.
Sondern wirklich die Wertschätzung für das einzelne Tier und dessen was es für eine körperliche Leistung vollbringt. Weil die Reise auch weniger auf Masse ausgelegt ist. Hier in der RV haste Leute die Korben jede Woche 50... 100 Tauben ein^^ Auf der Weitstrecke hast Du Leute die kommen mit 5... 10... 20 Tauben im Korb zum Einsetzen. Ja, sicher auch der ein oder andere mehr. Aber da das Korbgeld auch ein anderes ist, doch eher weniger? Außerdem der Aufbau der einzelnen Taube sich über Jahre hinziehen kann, bis sie fähig ist es von Pau gut nach Hause zu schaffen. Möglicherweise sogar in einer Gruppe gemischt aus unterschiedlichen Jahrgängen mit jungen, schnelleren und alten, erfahreneren Tauben. Auch kommen auf 900 Kilometer nicht wie in der RV 10... 20 Tauben auf einmal Zuhause an und der Konkurs ist nach 20 Minuten vorbei, sondern die Tauben kommen vereinzelt, oft sogar über Tage verteilt zurück in den Schlag. Was dem Ganzen einen individuelleren Charakter verleiht. Klar, wird auch da im Schlag mehr oder weniger stark selektiert und sicher auch ausgemerzt. Brauch man sich keine Illusion machen. Es gibt auch immer die schwarze Seite.
ein sehr schönes Buch, da durfte ich heute nach der Arbeit gleich mal reinlesen. Danke für die Empfehlung.
Besonders aufschlussreich finde ich die Aussage vom ersten Züchter Interview von Herman Brinkman. Bei der Frage, ob er die Qualität beurteilen könnte wenn er die Taube in der Hand hätte? Er versucht es, aber er versteht es nicht, denn die meiste Zeit liegt er falsch in seinen Annahmen. Und der Reisekorb wäre der deutlich bessere Beurteiler hinsichtlich der Qualität.
Vielen Dank nochmal, sehr informativ
Beste Grüße Dharma
Folgende Mitglieder finden das Top: pj0k und HaluterHaluter hat sich bedankt!
Dieser Beitrag verstößt gegen die Netiquette des Forums.
Beiträge, die IN GROßBUCHSTABEN oder fett geschrieben sind bitte vermeiden.
{[userwarning_empty_error]}
Es wird der oben genannte Grund verwendet. Klicken Sie hier, um den Inhalt der privaten Nachricht anzupassen
Legen Sie hier den Inhalt der PN-Benachrichtigung fest.
Hinweis: Dieses Mitglied wurde bereits 4 Mal verwarnt. Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Foren Spende
Hallo !
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.