Auf der Suche nach einem eBook bin ich rein zufällig auf eine Reihe PDFs von Ove Fuglsang Jensen aus Dänemark gestoßen. Durchaus interessante Sachverhalte zu GPS-Tracking, die auch schon hier im Forum mal aufkamen. Dazu wollte ich zuerst etwas in den Thread hier im Forum schreiben. Bin dann auf seiner Website aber auf einen anderen Artikel aufmerksam geworden, den ich interessanter fand.
In diesem PDF widmet er sich der Sonne, Sonnenstürmen und dem Erdmagnetfeld. Sowie in einem Absatz auch den Brieftauben. Konkret beschreibt er dort Probleme beim 'One Million Dollar Race' 2011 in Südafrika. Angeblich soll es dort am 22. Januar 2011 einen sehr schwierigen Flug gegeben haben, bei dem lediglich 50 der 2500 Tauben wieder in den Schlag gefunden haben.
Im Internet finde ich auf schnell jetzt keine verlässliche Quelle, die diese Aussage von Fuglsang bestätigt. Vielleicht hat hier jemand etwas dazu beizutragen? War das so?
Jedenfalls dreht es sich in diesem besagten PDF um coronale Auswürfe der Sonne und die daraus resultierenden Sonnestürme, welche beim Auftreffen auf die Erde einen immensen Einfluß auf das Erdmagnetfeld haben sollen, was die Navigation der Brieftauben enorm stört und maßgeblich zum verirren der Tauben führen soll.
Wie allgemein behauptet wird, navigieren Brieftauben neben Sonnenstand, bzw Lichteinfall, Sicht und Landmarken, wie Autobahnen, Flüße und Topographie auch anhand des Erdmagnetfeldes. Und hier setzt Fuglsang Jensen an.
In dem PDF behauptet er einen Zusammenhang mit den Problemen durch verirrte Tauben bei dem besagten Flug in Südafrika 2011 und Sonneneruptionen entdeckt zu haben. Das sei ihm auch schon bei eigenen, schlecht verlaufenen Flügen aufgefallen.
Im Internet finden sich auch einige Berichte dazu von behördlicher Seite, der NASA beispielsweise. So wird dort gesagt:
ZitatAuch Tauben scheinen einen Kompass zu besitzen, aber er ist „eingebaut“, sodass sie immer wissen, in welche Richtung sie fliegen. Wir wissen, dass sie sich nicht nach der Position der Sonne am Himmel orientieren, denn sie fliegen selbst nachts oder bei bewölktem Himmel, wenn sie die Sonne nicht sehen können, direkt nach Hause.
Obwohl Tauben die Sonne nicht zur Orientierung nutzen, beeinflusst sie ihre Navigationsfähigkeit. Bei stürmischem Wetter schleudert sie geladene Teilchen mit hoher Geschwindigkeit ins All. Trifft dieser Teilchenstrahl die Erde, wird ihr schützendes Magnetfeld durcheinandergebracht. Dadurch ändert das Magnetfeld, das die Tauben zur Orientierung nutzen, seine Richtung, und ihr Navigationssystem gerät durcheinander und schickt die Taube in die falsche Richtung. Der besorgte Besitzer sieht seine teure Meisterbrieftaube möglicherweise nie wieder.
Aus diesem Grund rufen manche Taubensportler vor einem großen Flug das Space Weather Prediction Center (Teil des National Weather Service) in Boulder, Colorado, an. Sie möchten die Weltraumwettervorhersage erfahren. Die dort arbeitenden Wissenschaftler beobachten die Sonne mithilfe von Satelliten wie dem GOES (Geostationary Operational Environmental Satellites). Diese Satelliten verfügen über spezielle Instrumente, die die Röntgen- und Ultraviolettstrahlung der Sonne überwachen. Sie können den Beginn eines Sturms erkennen, der möglicherweise schlechtes Weltraumwetter Richtung Erde schickt.
Auf der Website des Stanford Solar Centre kann man dazu nachlesen:
ZitatWelche geomagnetischen Aktivitätsgrade sind für Tauben gefährlich?
Jeder aktuelle Messwert von lokalen Werten über 150 nT im A-Index der geomagnetischen Aktivität oder Ein K-Index von 4 oder höher gilt als unsicher für Trainings- oder Brieftauben.
Wie ist der Erfahrungsstand dazu hier bei den Weitstrecklern? Immerhin würde so etwas tatsächlich erklären, warum Tauben einfach so 500 Kilometer in die verkehrte Richtung fliegen und von allein dann nicht wieder zurück finden. Quasi komplett orientierungslos sind. Vor allem würde das zum Teil auch die hohen Verluste bei unerfahrenen Jungtauben, von denen man immer wieder liest erklären können.
Habe das PDF mal in den Übersetzer geworfen. Dänish verstehe ich nicht :)
Zitat von pj0k im Beitrag #1Im Internet finde ich auf schnell jetzt keine verlässliche Quelle, die diese Aussage von Fuglsang bestätigt. Vielleicht hat hier jemand etwas dazu beizutragen? War das so?
Habe eine spanische Seite gefunden, die über diesen schwierigen Flug berichtet von dem Ove Fuglsang jensen da schreibt. Demnach kamen am ersten Tag von den 2575 Jungtauben lediglich 47 zurück in den Schlag. Weitere 586 am Folgetag. Die Distanz betrug wohl 526 Kilometer.
ZitatAm Samstag, dem 22. Januar, wurden 2.575 Tauben aus verschiedenen Ländern und von weltbekannten Züchtern, die für ihre herausragenden Leistungen bei diesem und anderen Rennen bekannt sind, zum South African Derby aufgelassen. Zahlreiche Tauben nahmen am ersten Trainingsauflass teil.
Das Finale war extrem hart. Nur 47 Tauben kehrten an diesem Tag zurück. Die erste kontrollierte Taube brauchte mehr als neun Stunden, um zum Schlag zurückzukehren. Am nächsten Tag kehrten nur 586 weitere Tauben zurück. Ein harter Auflass. Dieses Rennen für junge Tauben war sehr hart und selektiv. Die Wetterbedingungen waren ziemlich schlecht. Der Auflass verzögerte sich wegen Regens. Außerdem wurde die Distanz um fast 50 Kilometer verkürzt, wahrscheinlich um weitere Verluste zu vermeiden. Hinzu kamen die vorherrschende Hitze – es ist Sommer in Südafrika – und die hohe Luftfeuchtigkeit.
...
Datum 22. Januar 2011 Distanz 526 km (326,84 Meilen) Auflasszeit 07:35 Typ Hauptrennen Status freigelassene Tauben 2575 gesendet
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